| Das grosse Feiern |
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Der Titel könnte als zynisch missverstanden werden. Doch ich verstehe ihn positiv. Als ich hörte, dass in New York City am Time Square ca. eine Million Menschen feierten, nur unwesentlich weniger in London, Paris, Berlin, Moskau und anderen "Weltstädten", dachte ich mir, dass Wien mit nicht einmal 2 Millionen Einwohnern immerhin an die 700.000 Besucher in der Sylvesternacht anlockte, eigentlich einen fantastisch positiven Prokopfwert erreicht, um denen die andern es beneiden müssten. Zudem sind in Österreich, um das auch einmal zu betonen, und nicht nur stereotyp zu raunzen, die Grossfeste nie getrübt von ernster Aggression und Kriminalität, wie man es leider von den meisten anderen ähnlichen Ereignissen kennt. Weder beim Donauinselfest noch beim Sylvesterpfad wird gewütet; auch am 1. Mai geht es "gesittet" zu - anders als in Berlin. Vielleicht könnte Österreich diese Art Kultur verstärkt exportieren und, wie beim Neujahrskonzert, das auch von 53 Ländern übernommen wurde, Kultur zu demonstrieren und zu vermitteln. Trotz aller eigener und hausgemachter Miseren hat sich bei uns offensichtlich eine Kulturhaltung bewahrt, die ich überaus sympathisch finde. Also, Prosit und Glück auf für das Weitere!
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