"dieses gedicht: "tod von van gogh" war auslösend auch für meinen gedichteband "luzifers superlative montreux passage", viza edit, fand aber später keine berücksichtigung." Hier ist es:
TOD VON VAN GOGH
der kunst
euforien
sind leiden des
lebens
wer schaffte nur
bilder
der suchte
vergebens
die antwort der
ziele
das ende von
träumen
es waren zu viele
so muss man
versäumen
wahrhaftige ufer
die moosig
bespannten
kindern frauen
verwandten
das elend von
nöten
sind stachel der
brüste
ein immererröten
bei anderer lüste
der schimmer
angst
bei jeglicher
freude
das gröbere
lachen
beim sämann im
feld
französische
nachen
ziern meine
gemälde
ihr schaukeln im
wind
man spürts nur im
wasser
war nur seine
kunst
die wahrheit
vergass er
wenn hoffnung
erstirbt
die kunst für
sich wirbt
ich hab mir
geschnitten
das ohr vom kopf
so sehr ich
gelitten
blieb arm wie ein
tropf
gab keine
belohnung
mein kreuz stand
nicht da
ich bitte um schonung
da christ mir nah
ersuch um
vergebung
bei allen schmerzen
will keine
belebung
nichts weiter
verscherzen
in einer minute noch
kriegt meine
stirn
ein schön
ungemaltes loch
sei dies jeden
gewinns
einzige hypothese
verlange rechten
sinns
der maler gogh
verwese
allein dieses
bild
ähren im
sonnenschein
brot ich nicht
hatt
so malte mich
satt
rührig wie
betende nonnen
dann alle hunger
wichen
der augen
täglichen wonnen
fand im verzücken
der eigengeburten
meine
in einer roten
tulpe
von der
bienenschwärme
süssesten honig
holten
ihn auf gierigen
lippen
offen zergehen zu
lassen
mein bruder
verzeih
ist dunkel um
mich
bei jedem neuen
strich
die fröstlichen
worte
von köstlichen
frauenlippen
die schwarzen
gefieder
der vögel über
den auen
scharfkantiger
schnäbel
mich und werk
zerhauen
violette wolken
drängen
bei regen und
sturm
und naturhaften
zwängen
sie bringen mich
um
ach so
versehentlich
mir fehlt der
mantel
der pelz an den
füssen
ich mach mich
noch kälter
als meine götter
zuliessen
die im schwarzen
himmel
und weissen
nebeln hausen
in mir schwillt
grausen
packt mich am
hals
krallt in die
brust
dem teufel
gefalls
und gott sei es
lust
werde ohne sie
sterben
mein leib wird
still
auf den feldern
verderben
denen meine seele
gehörte
die heil und weh
bestimmten
die kunst wie man
sie will
fällt den
händlern anheim