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Gut-böse PDF Drucken E-Mail
gut-boese-maseknEine Kommunikationsfirma behauptet, sie sei gut und deshalb die anderen böse. Simples Denken als negativer Beitrag zum Group think.
22.6.07

Im Fernsehen läuft derzeit eine Werbung eines Kommunikationsunternehmens, das behauptet, "gut" zu sein. Die Botschaft wird aber absolut akzentuiert: eine historische Figur denunziert Richelieu als böse. Als Beweis folgt die rhetorische Frage: "Habt Ihr Internet und Telfonanschluss ...". Die Antwort ist "nein". Die bestätigende Schlussfolgerung: Also seid Ihr böse!

So einfach ist das. Es reicht, nicht das Gleiche zu haben oder zu offerieren, und schon ist man im Sinne der aufplusternden Firma "böse". Sie hat mit der dümmlichen Anbiederung sicher Erfolg bei vielen Kunden. Den erheischt sie aufgrund einer eigentlich gefährlichen Werteverschiebung, der viele leider gedankenlos folgen: der ist gut, also ist der andere nicht nur nicht gleich gut sein, sondern böse. Er muss es sein.

Wird dieses eindimensionale Denken auf andere Gebiete ausgeweitet, verschlechtert sich nicht nur das Sozialklima, sondern überhaupt das Wertsystem der Gesellschaft. Je weniger sensibel Menschen, nicht nur als Konsumenten, unterscheiden und werten können, desto leichter sind sie manipulierbar und folgen den bornierten, vorgegebenen Wegen. Also trägt die Firma mit ihrer Werbung zur Desorientierung und zum Werteverschleiss bei.

Verwunderlich, dass die andren Firmen, die logischerweise als "böse" gelten, dagegen nicht Einspruch erheben.

Befremdlich, dass keine Kritik an diesen üblen Werbefritzen und ihren miesen Auftraggebern laut wird.
 
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