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Gustav Schwedinger zur israelischen Sicherheitspolitik und einige ihrer Einschätzungen
16.07.2006
Israels Sicherheitsprogramm
10 Gebote
Noch hat Israel einige Unterstützer die verstehen, dass es legitim um seine Existenz kämpft. Umgeben von feindlichen Nachbarn muss Israel einen Sicherheitskordon um sich legen, damit es endlich friedlich leben kann. Deshalb ist es wichtig, das grossisraelische Protektoratsprogramm durchzuführen:
1) Allen direkten Nachbarn von Israel wird ihre Staatssouveränität genommen. Israel übt die militärische Kontrolle aus und dirigiert das zivile Leben. Das Steuerwesen unterliegt ebenfalls israelischer Kontrolle. Damit wird erreicht, dass keine israelfeindlichen Aktiviäten in direkter Nachbarschaft organisiert werden können.
2) Um gegen den Individualterror besser vorgehen zu können, werden alle arabischstämmigen Israelisch in arabische Länder, die ausserhalb des kontrollierten Nachbarschaftsgürtels liegen, deportiert. Sie gehen dabei, soweit gegeben, ihrer israelischen Staatsbürgerschaft verlustig und aller möglicher Ansprüche, insbesondere des Rechts der Rückkehr und des Anspruchs auf Eigentum in Israel.
3) Die Schutzmauern werden ausgebaut, um Infiltrationen zu verhindern. Die elektronische Überwachung aller Einwohner von Israel wird ausgeweitet.
4) Weil mit den neuen Ländern, als direkte Nachbarn unter Israels Kontrolle, sich die Grenzen verschieben, indem jene Länder, die ursprünglich entferntere Nachbarn waren, jetzt nächste oder direkte Nachbarn werden, müssen auch Sicherungsmassnahmen in diesen Ländern vorgenommen und durchgeführt werden. Sie sollen zwar nicht annektiert oder direkt militärisch kontrolliert werden, aber indirekt durch militärische Auflagen, die die nationalen souveränen Regierungen beachten müssen bei Strafe von Krieg.
5) Um die "Ölwaffe" zu verhindern bzw. jede andere Beeinträchtigung der Energieversorgung von Israel, das aus tragischen Gründen hinsichtlich von Energiestoffen benachteiligt ist, müssen die arabischen Ölquellen unter israelische Kontrolle geraten, zumindest insoweit, dass die permanente Versorgung zu einem von israel diktierten Preis gesichert scheint. Jede Veränderung dessen stellte nämlich einen direkten Angriff auf die Existenz Israel dar. Israel hat aber das Recht zu seiner Existenz und wird sich durch nichts davon abhalten lassen. Mit dankbarer Unterstützung der USA werden also die arabischen Ölstaaten in ein verpflichtendes Versorgungsprogramm einbezogen, bei Strafe von Kriegen im Nichtkooperationsfalle.
6) Entsprechend der technischen Entwicklung wird künftig vom Einsatz regionaler Nuklearwaffen nicht mehr abgesehen, um die vitalen Interessen Israels ein für allemal durchzusetzen.
7) In den internationalen Organisationen wird jede ablehnende Haltung gegen Israel nicht nur als unfreundlicher Akt interpretiert, sondern als Krieg, der angemessen beantwortet werden wird. Das heisst, jeder Widerstand, der ja im Kern die Existenz Israel angreift, wird ausgemerzt werden durch zwei Programme: a) gezieltes Töten durch Agenten Israels, b) durch gezielten Krieg der IDF bis hin zu c) erweiterte Kriege.
8) Da auch im globalisierten Wirtschaftsbereich Aktionen feindlicher Art gegen Israel gesetzt werden können, behält sich Israel einseitige Massnahmen vor (gewisse Regeln, die allgemein als "wirtschaftliche" oder marktautonome hingestellt werden, gelten für Israel nicht, wenn seine Regierung dies befindet. Bei Zuwiderhandlung erfolgen adäquate Massnahmen bis zum Strafmittel Krieg).
9) Die sogenannte "freie Presse" ist in vielen Fällen ein Instrument antisemitischer Kreise. Es wird daher ein UN-Media-Watch-Institut gegründet, das eine globale Zensur ausübt und direkt, weltweit, und in Kooperation mit nationalen Antirassismus-Organisationen kooperierend, einschreiten kann durch Beschlagnahme von Medien und Strafverfolgung der Täter.
10) Sollten alle diese Massnahmen nicht zur gewünschten Befriedung führen, erklärt Israel, um seinen Feinden eine endgültige Antwort zu geben, einen erweiterten Atomkrieg zu führen. Jeder Feind muss wissen, dass, sollte Israel vernichtend geschlagen werden, es alle mit in die Vernichtung zieht.
Jerusalem, 16. Juli 2006:
Die antisemitische Gräuelpropaganda gegen Israel verstärkt ihr Unwesen. Es kursieren seit dem 15. Juli 2006 Dokumente sogenannter "10 Gebote" von Israels Sicherheitsprogramm, worin die friedlichen Bemühungen Israels denunziert werden. Die neonazistischen, faschistischen, islamistischen und antisemitischen Angriffe werden voll und ganz zurückgewiesen. Jeder, der über ein Sicherheitsprogramm Israels spricht, bedient sich antisemitischer Klischees von der Weltverschwörung der Juden. Israel fordert die westliche Welt auf, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, um eine Wiederholung der Geschichte zu verhindern, die zum Holocaust geführt hat. Wehret den Anfängen! Niemals vergessen! Israel lässt sich nicht einschüchtern.
Brüssel, London, Den Haag, Strasbourg, 16. Juli 2006:
Die Regierungen von Belgien, Grossbritrannien, Niederlande und die EU erklären unisono, allen erneuten antisemitischen Angriffen zu entgegnen und versichern Israel seiner vollen Unterstützung.
Berlin, Wien, Rom, 16. Juli 2006:
Die Regierungen von Deutschland, Österreich und Italien schliessen sich er Erklärung von Brüssel, London, Den Haag und Strassburg an.
Luxemburg, Paris, Madrid, Lissabon, 16. Juli 2006:
Die Regierungen von Luxemburg, Paris und Madrid schliessen sich den Erklärungen von Brüssel, London, Den Haag, Strassburg, Berlin, Wien und Rom an.
St. Petersburg, 16. Juli 2006:
Beim Gipfel der G8 in St. Petersburg erklären die Vertreter der anderen Regierungen, die bisher noch keine eigene Unterstützungserklärung für Israel abgegeben haben ausdrücklich ihren Beistand für Israel und ihre Absicht, streng gegen jede antisemitische Aktivität in ihren Ländern vorzugehen. Besonders die Regierungen Polens und Russlands heben diese Absicht hervor.
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