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Mediale Kriegsvorbereitung - Rassismus-Vorwurf gegen Iran PDF Drucken E-Mail

Gustav Schwedinger zur systematischen Kriegshetze gegen den Iran
24.5.2006

 

Im Freace.de (http://www.freace.de/artikel/200605/200506a.html) war am 20. Mai zu lesen, dass die Falschmeldungen über vorgebliche Kennzeichnungspflicht von Nicht-Muslimen im Iran nicht einfach ein Zufall oder schlampiger Journalismus war, sondern, vor allem durch die schnelle, kritiklose Übernahme durch viele Zeitungen in der "freien" Welt, eine konzertierte Aktion darstellt, die Teil der Kriegsvorbereitungen gegen den Iran darstellen.

In der deutschen Zeitung JUNGE WELT vom 23. Mai 2006 (http://www.jungewelt.de/2006/05-23/055.php) ist zu lesen:

Falschmeldung? Na wenn schon!

Empörung über angebliche Kennzeichnungspflicht für Juden in Iran

Knut Mellenthin

Erschreckendes hatte die israelische Presse am Freitag wieder einmal aus dem Iran zu melden: Das Teheraner Parlament habe am Montag eine Kennzeichnungspflicht für Angehörige der nicht-moslemischen Religionsgemeinschaften beschlossen. Juden müßten künftig einen gelben Stoffstreifen an der Kleidung tragen, Anhänger des Zarathustra-Kults einen blauen Streifen und Christen ein rotes Abzeichen.

Angesichts dieser haarsträubenden Neuigkeit verwiesen die israelischen Zeitungen in Wort und Bild (Fotos von Judensternen) auf das NS-Vorbild. Ein naheliegender Vergleich. Nur stimmte die ganze Geschichte überhaupt nicht.

Nicht nur von den "Linken" à la JUNGE WELT wird die Rassismuskeule als Instrument der Verteufelung und Kriegsvorbereitung gesehen.

Ironisch, wenn zur gleichen Zeit Muslime und islamische Organisationen in Österreich eine Studie, vom Innenministerium beauftragt, als puren Ausdruck von Rassismus hinstellen und sich in Rassismusvorwürfen erschöpfen.

Die Studie verdient eine eingehende, seriöse Bewertung. Wenn sie beeinsprucht wird, dann mit Argumenten und nicht Klischees und "killer phrases"! Aber für die Gutmenschler und PCs (politisch Korrekten) scheinen die Killerphrasen auszureichen. Doch das hilft weder den Zugewanderten, seien es Muslime oder andere, noch den anderen.

Eigenartig die Feststellungen, welch grausliches Land es ist, das da rassistisch sich gebärdet. Unwillkürlich drängt sich die Frage auf, weshalb sie aus ihrem Paradies, dem gelobten und guten Land wegzogen in das schlimme von Rassisten. Oder muss der Vernünftige rückschliessen, dass es dort noch viel, viel schlimmer war und ist?

Andere Fragen sind die nach der Dringlichkeit, dass so offene, emanzipierte Persönlichkeiten ihr Land und ihre Gesellschaft und ihre Leute nicht im Stich lassen sollten, sondern dort, an Ort und Stelle, bestens vertraut mit der eigenen Kultur, emanzipatorisch wirken. Fast scheint es, drängen einen die muslimischen Eiferer zu überlegen, als ob die Dusler hier einem fatalen "brain drain" Vorschub leisten und damit mithelfen an der Schwächung islamischer Gesellschaften oder anderer in der sogenannten Dritten Welt. Leiden die nicht durch den Weggang hoch gebildeter Personen, Fachleute, Wissenschaftler, Künstler, Werktätige, die jetzt ihre wertvolle Energie, ihren Humanismus, ihr Engagement in den rassistischen Ländern der Ungläubigen verausgaben? Wofür?

Kultürlich ist verständlich, dass einem unter den herrschenden Bedingungen die Integration "am Arsch" sein soll. Aber ersetzt das ein Programm? Lässt sich damit Zukunft herstellen? Wenn ja, welche?

Angesichts der Drohungen des Westens, der "Ungläubigen" also in islamischer Sicht, gegen den Iran (und andere islamische Länder) muss man die Aktionen von vorgeblichen Antirassisten, die gleiche Pseudoargumente und Killerphrasen verwenden wie die Kriegs-Propagandisten, als gefährlich kontraproduktiv sehen.

Wieviele dieser "Stimmen" sind bezahlt vom Mossad und/oder der CIA, um die Integration vieler ihrer Glaubensschwestern und –brüder im Westen zu hintertreiben? Und wenn nicht, machen sie sich nicht zu dummen Bütteln einer fatalen Polarisierungspolitik?

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