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Pensionsabschlüsse Österreich PDF Drucken E-Mail

thumb_anschlagsopfer Wie eine "Bombe" schlug die Pensionistenerfolgsmeldung ein. Schlagzeilen lauten: "Anschlag auf die junge Generation".

Haimo L. Handl über eine bittere Kehrseite. (13.11.2007)
 

"Von einem "Anschlag auf die junge Generation" spricht dagegen der Pensionsexperte Theodor Tomandl. Für ihn ist die Pensionserhöhung zu hoch und die Regierung vor den Pensionistenverbänden umgefallen. Der frühere Vorsitzende der Pensionsreformkommission geht davon aus, dass künftige Regierungen durch eine weitere Pensionsreform die Missstände beheben müssen." (Wiener Zeitung, 13.11.2007)

Der Herr Tomandl sieht klar. Der Hintergrund ist vielen weniger klar: die menschenwürdige, gute Versorgung der Alten ist ein Anschlag, ein Kriegsakt, ein Raubüberfall an den Jungen. Ein  Misston jetzt hörbarer in der Debatte, die damit aber nur deutlicher wird. Im Untergrund schwelt es schon lange: Die Alten werden immer älter, kratzen nicht früh genug ab, die Jungen müssen sich das Altzeug halten und finanzieren. Wozu? Man muss ja, vorderhand, nicht gleich Tötungsentsorgungsmassnahmen vornehmen, aber eine gezielte medizinische Nichtversorgung oder Minderversorgung könnte die Alterspyramide korrigieren.

Man könnte auch konsequent die Alten aushungern: weniger Geld! Viel weniger! Damit keine Anschläge auf die junge Generation erfolgen! Die muss geschützt werden. 

Interessant, dass die obszön hohen Abzockereien der Manager, die Milliardenverschiebungen, die kriminellen Korruptionszahlungen nicht unter "Anschläge" verbucht werden. Aber Pensionserhöhungen schon. Das hat doch System! So bereitet sich eine neue Inhumanität vor. Damit werden Hemmschwellen gesenkt.

Ähnlich dem faschistischen Sprachgut von der "Bevölkerungsexplosion" wird die alte Generation nicht nur zur lästigen Bürde, die man entsorgen will oder soll, sondern zum Problemfall, weil ihre Pensionen einen Anschlag bilden. Bald wird man also, zwecks Vermeidung von Explosionen, die Bomben entschärfen. Wie? Die Sprache verrät jedenfalls die Mörderabsicht. Hier grunzt die inhumane Verdinglichung und Menschenmaterialverwaltung.

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