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Ungleichgewicht war Voraussetzung für Werden des Kosmos |
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Von der 46. Internationalen Universitätswochen für Theoretische Physik in Schladming
Das Universum entstand vor ungefähr 15 Milliarden Jahren mit dem Urknall. Einen Wimpernschlag danach glich das All einer heißen Ursuppe, in der sich Materie- und Antimaterieteilchen gegenseitig vernichteten. Wäre sie nicht vom kosmischen Herd genommen worden, dann glich die Welt noch heute einem brodelnden Einheitsbrei aus Quarks und Gluonen.
Glücklicherweise kam es anders: Galaxien, Sterne, Planeten, Leben und Menschen entstanden, weil sich die öde Pattstellung zwischen Antimaterie und Materie plötzlich auflöste. Diesen physikalischen Ungleichgewichtszustand modellieren die theoretischen Physiker heute im Rahmen moderner Quantenfeldtheorien. Er leitete nicht nur die Geburtswehen des Universums ein. Wann immer sich Entscheidendes im kosmischen Theater ereignet, gerät die Physik aus dem Lot und auf die schiefe Bahn: Bei der Formierung von Galaxien, beim Tod der Sterne und in der Geburtsstunde Schwarzer Löcher.
Diese fruchtbare Asymmetrie der Welt zeigten Wissenschaftler heuer bei den 46. Internationalen Universitätswochen für Theoretische Physik in Schladming (23. 2. bis 1.3.08.) auf.
Dimensionen - Die Welt der Wissenschaft Ö1, 6.3.2008, 19:5 h
Siehe auch:
Ein winziges Ungleichgewicht im frühen Universum
Beitrag von Prof. Dr. Christof Wetterich, Institut für Theoretische Physik, Universität Heidelberg
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