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Suizide sind oft Folgen einer Depression PDF Drucken E-Mail
thumb_depressionNachdem Strafen nichts nützt, weil der erfolgreiche Selbstmörder nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden kann, muss, will man die Selbstmörder von ihren Morden abhalten, zu anderen Massnahmen greifen. Gewissen und Sozialverantwortung halten her als Instanzen des Überich, damit auch Menschen in depressiver Qual aushalten und am Leben bleiben. In Deutschland gibt es jetzt neue Programme für Suizidprävention; mehr in folgender Presseaussendung.
thumb_bg_depressionIn Deutschland sterben jährlich 11.000 Menschen an Suizid, das sind mehr, als durch Verkehrsunfälle, Drogenmissbrauch, Gewaltverbrechen und Aids zusammen sterben. 90 Prozent aller Suizide sind auf psychische Erkrankungen zurückzuführen - die meisten davon auf eine Depression. Ein rechtzeitiger Gang zum Arzt und die richtige Therapie können das Schlimmste verhindern. Darauf verweist das Kompetenznetz Depression, Suizidalität anlässlich des World Suicide Prevention Days am 10. September 2007.

Menschen, die an einer schweren Depression erkrankt sind, erleben häufig einen so hohen Leidensdruck, dass sie nicht mehr leben wollen. Bei rund 10 bis 15 Prozent führt die Depression zum Suizid, die Zahl der Suizidversuche ist noch weitaus höher. Damit ist die Depression die psychische Erkrankung mit dem höchsten Suizidrisiko.

Depression ist behandelbar


Viele Suizide könnten verhindert werden, würde eine Depression rechtzeitig erkannt und behandelt werden, denn es gibt gute Therapiemöglichkeiten. "Depressionen lassen sich gut behandeln, den meisten Patienten kann geholfen werden. Mit der Pharmakotherapie und der Psychotherapie gibt es heutzutage wirksame Behandlungsmöglichkeiten", so Prof. Ulrich Hegerl, Sprecher des Kompetenznetzes Depression, Suizidalität und Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig.

Zu selten wird der Arzt aufgesucht


Es ist alarmierend, dass nur ein Drittel der betroffenen Deutschen medizinische Hilfe sucht. "Viele gehen aus Scham nicht zum Arzt, weil sie ihre Erkrankung nicht als solche verstehen oder fälschlicherweise persönliches Versagen dafür verantwortlich machen", weiß Prof. Hegerl. Bei vielen Patienten stehen auch körperliche Beschwerden im Vorder¬grund. Dies macht es auch für den Hausarzt, der meist der erste Ansprechpart¬ner ist, schwer, eine Depression zu erkennen. So werden die meisten der vier Millionen an einer Depression erkrankten Deutschen nicht adäquat behandelt.

Suizidprävention mit dem Deutschen Bündnis gegen Depression


Um dem entgegenzuwirken, wurde im Rahmen des vom Kompetenznetz Depression, Suizidalität initiierten "Deutsche Bündnis gegen Depression" ein beispielhaftes Modellprojekt in Nürnberg durchgeführt: Durch Fortbildungsprogramme für Ärzte und für Multiplikatoren wie Lehrer, Pfarrer oder Apotheker, durch Öffentlichkeitsarbeit, durch die Unterstützung von Selbsthilfeinitiativen sowie durch spezielle Angebote für Betroffene konnte die Versorgungssituation depressiv erkrankter Menschen verbessert und die Zahl der suizidalen Handlungen um über 25 Prozent gesenkt werden. Inzwischen ist das Bündnis nicht nur bundesweit, sondern als "European Alliance Against Depression" www.eaad.net) auch europaweit aktiv.

Umfangreiche Informationen für Betroffene, Angehörige und Freunde sowie Fachleute gibt es unter www.kompetenznetz-depression.de sowie auf www.buendnis-depression.de .

Das Kompetenznetz Depression/ Suizidalität ist ein bundesweites Netzwerk zur Optimierung von Forschung und Versorgung im Bereich depressiver Erkrankungen. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

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