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Wien und die jüdische Erfahrung 1900 - 1938 PDF Drucken E-Mail
Die Internationale Walter Benjamin-Gesellschaft und das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien führen vom 19. bis 22. März in der österreichischen Hauptstadt die Tagung "Wien und die jüdische Erfahrung 1900 - 1938. Akkulturation, Antisemitismus, Zionismus" durch.
Seitens der Benjamin-Gesellschaft hat der Düsseldorfer Germanist Prof. Dr. Bernd Witte, Präsident der internationalen, 120 Mitglieder starken Vereinigung, das Programm mitorganisiert, vor Ort in Wien Prof. Dr. Frank Stern von Institut für Zeitgeschichte der Universität. Die Veranstaltung kam auf Anregung der Walter Benjamin-Gesellschaft zustande.

Ziel dieser Konferenz zur Geschichte und Kultur der Wiener Juden ist, den gegenwärtigen wissenschaftlichen Stand der Forschung und kulturellen Auseinandersetzung einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Die Diskussionsbeiträge kommen aus den Bereichen der Sozial- und Kulturgeschichte, der Literatur, der Musik, der Psychoanalyse sowie der Bildenden Kunst.
Zahlreiche Ausstellungen, Theater- sowie Filmproduktionen und öffentliche Gesprächsforen der vergangenen Monate zeigen das große und wieder erstarkte Interesse an jüdischen Themen in Medien und Wissenschaft. Um einen internationalen inner- wie außeruniversitären Austausch der "jüdischen Erfahrung" zu ermöglichen, organisieren nationale und internationale, universitäre und außeruniversitäre Institutionen gemeinsam diese Konferenz.

Wissenschaftler und Künstler laden zu ihren Vorträgen, Filmvorführungen und künstlerischen Beiträgen ein. Den "historischen" Rahmen bieten die Festsäle des Rathauses der Stadt Wien, der Universität Wien, das Jüdische Museum der Stadt Wien und das Metro-Kino des Filmarchiv Austria.
Eine spezielle Sektion der Konferenz, konzipiert von Prof. Witte, widmet sich dem jüdischen Philosophen, Gesellschaftstheoretiker, Literaturkritiker und Übersetzer Walter Benjamin (1892 - 1940). Benjamins Schwiegervater war der Wiener Universitätsprofessor Leon Kellner, ein enger Mitarbeiter von Theodor Herzl, dem Begründer des Zionismus.

Vortragsthemen sind Benjamins "Geschichtsverständnis und die Wiener jüdische Erfahrung", "Geschichte als Erlösung", seine "Geschichts- und Gedächtnistheorie", die "Textuelle Begegnung mit Wien - Benjamin und Freud" sowie "'Der Traum vom Erwachen' im Wiener Fin de Siècle. Jugendbewegung und Körperkult im Lichte Walter Benjamins".

Kontakt und Koordination:

Univ.-Prof. Dr. Frank Stern, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Mag. Barbara Eichinger, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
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Informationen: Prof. Dr. Bernd Witte,
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