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Einladung zur Teilnahme an der polylog-Sektion
"Gemeinschaft in Differenz: Kollektive Agenten im interkulturellen Kontext"
innerhalb des Internationalen Kongresses "Wissen, Kreativität und
Transformationen von Gesellschaften" vom 6. bis 9. Dezember 2007 in
Wien.
Veranstalter der Konferenz ist das Institut zur Erforschung und Förderung regionaler und transnationaler Kulturprozesse (INST) unter der Leitung von Wiss.Dir. Dr. Herbert Arlt, Wien: www.inst.at
Organisator der Sektion ist polylog. Forum für interkulturelle Philosophie unter der Leitung von Bertold Bernreuter, Mexiko-Stadt: http://www.polylog.org
Referatsbeiträge zur Sektion sind herzlich willkommen. Vorschläge zu Referaten sind bis spätestens 15. August unter
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erbeten. Allgemeine Informationen zur Konferenz finden sich unter: http://www.inst.at/kctos/
Sektionsthema:
Der Mensch ist ein "soziales Tier"; er organisiert sich in Gruppen, Gemeinschaften und Gesellschaften und ist nur so ganz Mensch. In der politischen Debatte, ganz besonders in der interkulturellen Arena, sehen wir uns daher stets zwei Arten von Agenten gegenüber, Individuen und Kollektiven - Kollektiven in unterschiedlicher Größenordnung und auf unterschiedlichen Ebenen. Damit ein kollektiver Agent handeln kann, bedarf es einer vorherigen Übereinkunft. Ohne diese verwandelt er sich in einen Ausdruck von Autoritarismus, Paternalismus oder Chaotismus. So wie der Begriff der Identität stets den der Differenz impliziert, so zieht die Idee eines kollektiven Agenten auch die Frage nach einer internen Demokratie nach sich.
In der Auseinandersetzung mit dem Gemeinschaftsbegriff und seiner praktischen Bedeutung stehen also erst einmal zwei grundsätzliche Fragen zur Debatte: Zum einen, wer konstituiert sich als Gemeinschaft? - die Frage der Identität und Autonomie. Zum anderen, wie artikuliert die Gemeinschaft ihre Interessen? - die Frage der Repräsentativität und Demokratie.
Man kann nun tiefer in die grundlegenden Dimensionen der Gemeinschaft eindringen und weiterfragen, etwa: Wann und wo konstruiert und reproduziert sich die Gemeinschaft? - die Frage der Historizität und Lokalität. Was generiert und artikuliert die Gemeinschaft? - die Frage der Authentizität und Normativität. Wozu artikuliert sie sich? - die Frage der Finalität. Womit artikuliert sie sich? - die Frage der Medialität. Und schließlich, warum artikuliert sie sich überhaupt? - die Frage der Legitimität.
In vielen nicht-westlichen Philosophien besitzt die Gemeinschaft als kollektives Subjekt besondere Bedeutung. Die Fixierung des westlichen Rationalismus auf das Individuum als alleiniges Subjekt erscheint dabei zu einem bestimmten Grad unverständlich und defizitär. Doch auch im Westen hat diese einseitige Fixierung Kritik erfahren, zum Beispiel im Kommunitarismus, und die Realität von kollektiven Agenten Anerkennung gefunden, wie etwa die Diskussion um eine dritte Generation von Menschenrechten zeigt, den Kollektiv- und Solidarrechten.
In dieser Sektion soll es darum gehen, sich mit bisherigen Diskussionen zum Gemeinschaftsbegriff kritisch auseinanderzusetzen, dabei in besonderem Maße Stimmen aus nicht-westlichen Traditionen einzubeziehen, um so zu einem besseren Verständnis der Rolle von kollektiven Agenten zu kommen, insbesondere im interkulturellen Kontext. Ein scharfes Bewusstsein für die ideologischen Fallen, die diesem Diskurs inhärent sind, wird dabei nötig sein, um tatsächlich Raum für eine Reflexion zu schaffen, die kreative und adäquate Alternativen für die vielfältigen Transformationsprozesse in einzelnen Gesellschaften und in der Weltgesellschaft insgesamt in den Blick nimmt.
Modalitäten:
15. August 2007:
Frist für Anmeldung von Referaten beim Sektionsleiter.
Die Anmeldung erfolgt ausschließlich per E-Mail und muss Folgendes beinhalten:
- Name und E-Mail-Adresse
- Ort und Institution
- Thema und Abstract (max. 3000 Zeichen)
- Kurzbiographie (Tätigkeit, Ausbildung,
Arbeitsschwerpunkte, wichtigste Publikationen, max. 1000 Zeichen)
15. September 2007:
Benachrichtigung über Aufnahme in die Sektion.
Oktober 2007:
Anmeldeschluss für Unterbringung (Hotel, Pensionen,
Jugendherbergen); Übermittlung der Sektionsprogramme durch den Sektionsleiter.
6.-9. Dezember 2007:
Konferenz in Wien.
15. Januar 2008:
Einsendung der schriftlichen Fassung des Referats.
Sektionssprachen:
Deutsch und Englisch; andere Sprachen nach Absprache.
Referatslänge:
25 Minuten (plus 15-20 Minuten Diskussion).
Sektionsleitung:
Bertold Bernreuter
Universidad Intercontinental (UIC), Mexiko-Stadt
Chefredakteur von polylog. Forum für interkulturelle Philosophie
zusammen mit der Redaktion von polylog
E-Mail:
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Sektionsseite: http://www.inst.at/kctos/sektionen_a-f/bernreuter.htm
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