zeitschrift für sprache und schreibung
Die österreichische, sprachwissenschaftliche Zeitschrift erscheint seit 1955, hiess ursprünglich "rechtschreibreformer" und war der gemässigten Kleinschreibung verpflichtet. Das hat sich ein wenig geändert. 2006 wäre die Zeitschrift eingegangen, weil der Österreichische Bundesverlag im Zuge einer Strukturbereinigung seines Verlagswesens sie nicht mehr im Programm halten wollte.
Die Fortführung der Zeitschrift, die viermal im Jahr im Umfang von 28 Seiten erscheint, wurde durch das Engagement von Dr. Bruno Prowaznik und seinem Verlag Infothek gesichert; die bisherigen drei Hefte des Jahrgangs 2007 erschienen pünktlich. Während das erste Heft 2007 ein "offenes" war, behandelten die beiden anderen wieder Themen: "Dialekt und Schrift" (2/2007) und "Küchensprache" (3/2007).
So klein die Zeitschrift scheint, so gewichtig sind ihre Beiträge! Liest man die Schwerpunktthemen der letzten Jahrgänge durch, fächert sich ein facettenreiches Programm auf, z.B.: Österreichisches Deutsch, Legasthenie, Sprache und Politik, Textanalyse - Rechtschreiben.
Es ist zu hoffen, dass weiterhin vor allem heimische Forscher und Spezialisten für substanzielle Beiträge gewonnen werden können, um die wichtige sprachwissenschaftliche Arbeit auch "am Rande" zu pflegen und damit der Vielfältigkeit und Komplexität des Themas und seiner fachlichen Auseinandersetzung gerecht zu werden.
In Zeiten der Übernahmen und Fusionierungen einerseits, der Einsparungen und Einstellungen "unrentabel" gewordener Projekte andererseits, ist jede unabhängige Einrichtung nur zu begrüssen. Sie bedarf allerdings der aktiven Pflege: durch Beiträger und Leser.
Die Zeitschrift erhält einige wenige Förderungen. Am Leben bleiben wird sie wahrschienlich nur, wenn die Abonnentenzahl steigt und die Autorinnen und Autoren fleissig mitwirken. Das ist dem Unternehmen zu wünschen!
ISSN 1608-5884
Jahresabonnement Österreich € 23,50
www.infothek.at
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